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Die Augen geschlossen. Lippen auf Lippen. Es fühlte sich anders an…So neu, und doch, doch so vertraut…Die Neugier und die Leidenschaft mischten sich zu einem explosiven Cocktail, von dem er einfach nicht genug bekamt. Das warme, sprudelnde Wasser tat seines dazu. Sie glitten unter die Wasseroberfläche, sie küssten sich weiter, atemlos, und doch, doch bekamen sie nicht genug voneinander, bis sie schließlich wieder auftauchten, und Sascha zum ersten Mal seit seine Lippen sich zum ersten Mal auf Ollis gepresst hatten, die Augen öffnete.

„Wow!“, hauchte er.

Olli streichelte mit dem Handrücken Saschas Gesicht.

„Ja, wow!“, meinte Olli und lächelte glücklich.

Er sah Sascha tief in die Augen. Der war hin und hergerissen. Sollte er es dabei belassen? Er wollte Ollis Gefühle nicht verletzen, aber er hatte gerade von der süßen verbotenen Frucht gekostet, und…er wollte mehr. Immer mehr. Olli streichelte Saschas Oberkörper. Der schloss die Augen und genoss das elektrisierende Kribbeln, das Ollis Fingerspitzen auf seiner Haut verteilten, bis Saschas Kopf sich ausschaltete. Er drängte Olli langsam zurück, setzte ihn auf den Stufen ab, ihre Körper halb unter Wasser. Sascha sah Olli in die Augen, und da war er, der zweite Kuss, immer noch neu, doch jetzt, jetzt wusste Sascha, was er wollte – dass er das wollte. Mit der einen Hand umfasste er Ollis Hinterkopf, während sie immer leidenschaftlicher miteinander umgingen, die andere wanderte langsam über Ollis Nacken, seine Schultern, seinem Rücken, tiefer, tiefer, tiefer. Olli brach den Kuss ab.

„Bist du dir ganz sicher, dass du das willst?“, fragte er Sascha.

Der sah ihn an.

„Ja!“, raunte er.

Olli wand sich aus Saschas griff. Überrascht sah er Olli zu, wie der geschmeidig hinter ihn glitt, ihn gegen den Beckenrand drückte, und anfing, seinen Nacken zu küssen, an seinen Schultern zu knabbern. Seine Arme umfassten Saschas Oberkörper. Eine Hand ruhte auf Saschas durchtrainiertem Bauch, die andere ruhte auf Saschas Schulter und drückte Saschas Rücken an seine Brust. Sascha konnte Ollis Herz schlagen hören. Einen schnellen, gleichmäßigen Rhythmus, der das Blut durch Ollis Andern pumpte. Bu-bumm. Bu-bumm. Bu-bumm. Sascha stütze sich mit den Händen am Beckenrand ab. Olli beugte sich vor. Die Hand glitt von Saschas Bauch langsam tiefer. Sie fand den Bund von Saschas Badehose, entknoteten die Schnur.

„Ich weiß, es ist dein erstes Mal! Ich werde auf dich aufpassen, das verspreche ich dir. Vertrau mir!“, flüsterte Olli zärtlich in Saschas Ohr und küsste sich zärtlich über sein Ohr, die Wangen hinunter. Sascha schloss die Augen, und spürte, wie Ollis Hand in seine Hose glitt, sie langsam nach unten streifte, und…

 

Sascha wachte schweißgebadet auf. Er setzte sich auf und sah sich um. Er war in seinem Zimmer in der WG. Es war noch dunkel. Saschas Atem ging stoßweise. Er versuchte, sich wieder zu beruhigen. Es war ein Traum. Nur ein Traum. Mehr nicht. Das war immerhin schon über ein Jahr her…Das Thema war gegessen. Und doch – warum hatten sich diese Minuten im Whirlpool wieder in sein Bewusstsein geschlichen?

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