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Story Notes:

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Author's Chapter Notes:

Musiktipps:

James Blunt  - Goodbye My Lover

Andreas Bourani – Auf anderen Weg

 

“Zum Flughafen bitte!”

 

Jetzt sitze ich hier im Taxi, und die Tränen laufen. Ich habe es wirklich getan. Ich habe Christoph verlassen. Es ist mir so verdammt schwer gefallen, aber es musste einfach sein. Ich fühle mich, als hätte ich mich irgendwo in dieser intensiven, stürmischen Affäre verloren. Das bin doch alles nicht mehr ich, oder? Eine Affäre mit einem verheirateten Mann ist eigentlich ganz und gar nicht meine Art.

 

Sie wischt sich die Tränen aus dem Gesicht und sieht aus dem Fenster, aber die Welt, die da draußen an ihr vorbeifährt, die nimmt sie nicht wahr. Viel mehr denkt sie an all die vielen Male, in denen sie mit Christoph glücklich war.

 

Ja, es hat sich angefühlt wie die große Liebe. Aber durfte selbst die größte aller Lieben auf so viel Leid aufgebaut werden? Sylvie ist eine zutiefst labile Frau, die sich ihre Traumwelt in einer Seifenblase aufgebaut hat. Dort hat sie sich auf eine Art immer geborgen gefühlt. Andererseits sie immer in „Hab Acht!“-Stellung gelauert, ob es Eindringlinge gibt, die ihre Seifenblase zum Platzen bringen wollten.  Sowohl von außen, als auch von innen. Als Christoph vor fünf Jahren das erste Mal versucht hat, sich von ihr zu trennen, hat sie versucht, sich selbst umzubringen, um ihn an sich zu binden. Emotional erpresst hat sie ihn, weil sie keinen anderen Ausweg wusste. Und jetzt, jetzt hat sie es wieder getan. Ihretwegen. Damit komm ich einfach nicht klar. Ich habe nicht gewollt, dass irgendjemand durch mich verletzt wird.

 

Es ist an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Und dafür muss ich für mich sein. Auf, wenn es Hals über Kopf passiert, aber ich muss aus Essen raus, um den Kopf freizukriegen. Und zwar so weit weg, wie möglich. Dorthin, wo es keinen McDaddy, keine suizidgefährdete Ehefrau und keine Moralapostel gibt. Das ist meine Entscheidung, meine ganz alleine. Auch wenn es für mich im Moment unmöglich erscheint, eine Entscheidung zu treffen. Was ich jetzt brauche, ist Zeit. Viel Zeit. Zeit für mich selbst. Ich muss mir klar werden, was ich wirklich will…und…dass es das ganze Drama wirklich wert ist. Ob ich und Christoph wohl eine Zukunft haben werden? Ich weiß es nicht. Eigentlich sind wir füreinander gemacht. Wir waren uns doch so nah, trotz des Altersunterschiedes. Wie wird es wohl sein, wenn ich zurückkomme? Was wird Christoph in der Zeit machen? Wird er sich von Sylvie trennen? Wird er wieder mit ihr zusammenkommen? Halt, darüber darf ich mir jetzt keine Gedanken machen. Hier geht es um meine Entscheidung über eine Zukunft mit oder ohne Christoph Lukowski…

 

„Wir sind da!“ Der Taxifahrer reißt Vanessa aus ihren Gedanken. Sie sieht sich etwas verplant um, bezahlt, und steigt aus dem Taxi aus…

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