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Author's Chapter Notes:
Henriette  

 1. Henriette

"Olli hast du jetzt endlich alles?"
"Ja, ja, ich komm ja schon. Ich hätte fast den Strauß für meine Mutter vergessen. Eigentlich habe ich gar keine Lust auch noch nach Meppen zu fahren."
"Es war deine Idee. Ach komm, Henriette ist beleidigt, wenn wir ihr nicht endlich ihr Enkelkind vorstellen. Lilly ist schon über ein halbes Jahr bei uns und sie hat sie noch nie gesehen.
Es ist nur eine Nacht und dann geht's für 2 Wochen nach Waldensteyk. 2 freie Tage in der Hütte am See habe ich bei Gregor auch schon für uns rausgeschlagen."
Olli lächelt, er denkt zurück an ihren letzten Besuch und die Nacht dort war einfach, hach!
"OK, du fährst zuerst und ich löse dich dann ab."

Einige Stunden später nach dem Abendessen, Christian hält sich den Bauch.
"Ah, Henriette, dein Schweinebraten war heute wieder absolut genial, da könntest du Olli mal das Rezept geben."
Olli lacht, "Vergiss es, sonst platzt du mir noch ganz aus allen Nähten."
"Lass ihn doch, Olli, ist doch schön wenn es ihm schmeckt. Ihr könnt ja auf dem Rückweg von euren Urlaub wieder hier vorbei fahren, dann mach ich dir noch was zum mit nach Hause nehmen."
"Henny du bist die tollste Schwiegermutter der Welt."
"Danke Christian, aber könntet ihr den Tisch abräumen, ich habe Lilly versprochen ihr den neuen Hasen von Fr. Kruses Tochter nebenan zu zeigen." Olli will gerade etwas sagen, da reagiert Henriette schon.
Ich weiß, nur kurz, Lilly muss ins Bett."

Olli sieht seiner Mutter irgendwie ungläubig hinter her.
"Wenn mir das einer vor zehn Jahren gesagt hätte.
Früher hat sie mich verleugnet, bzw. durfte keiner wissen, dass ich anders bin, dass ich schwul bin.
Und sieh sie dir jetzt an, jetzt kocht sie für ihren heißgeliebten Schwiegersohn und mit ihrem afrikanischen Enkelkind geht sie die Nachbarin besuchen."
Er nimmt die Teller und gibt Christian im vorbei gehen einen Kuss. Der kommt hinterher, stellt auch sein Geschirr in der Küche ab, nimmt Olli in den Arm und fragt, "Wofür war der?"
"Dafür, dass du vor unserer Hochzeit so hartnäckig warst, auch wenn sie manchmal anstrengend ist, ich bin froh, dass du mir meine Mutter zurück gegeben hast."
Er küsst ihn erneut.
"Und der dafür, dass du da bist."
"Geht so an dich zurück", lächelt Christian und küsst Olli auch.
Aus dem einen Kuss werden mehrere, sie versinken ganz in ihren Küssen und bekommen gar nicht mehr mit, was um sie herum passiert.
Christian und Olli haben beide längst die Hände unter dem T-shirt des anderen, als sie plötzlich hören wie Lilly kichert.
"Oma, kuck schnell, Papa und Papa küssen."
Sie fahren wie zwei ertappte Teenager auseinander.
Henriette sagt nur kopfschüttelnd, "Jungs, das Kind!"
"Welches Kind?" fragt Christian lachend, "Du meinst dieses freche grinsende Monster?" Und mit erhobenen Händen geht er auf sie zu und versucht sie zu kitzeln. Lilly rennt kreischend und kichernd zu Olli und versteckt sich hinter ihm. Später am Abend, nachdem sie Lilly im Gästezimmer ins Bett gebracht haben, gehen sie selbst in Ollis altes Kinderzimmer.
Christian sieht sich um, "jetzt fühle ich mich wirklich wie ein Teenager."
Er drückt Olli an die Wand, "Mutti ist im Bett, da werden doch ein paar heimliche Küsse oder so drin sein?"
Olli schließt die Tür ab, "Ich wär für oder so!"
"Hier drin fühlt sich das so reizvoll verboten an," haucht er Christian ins Ohr.
Olli spürt wie sich die Hitze in ihm ausbreitet.
Als er anfängt Christian leidenschaftlich zu küssen spürt er deutlich, dass es nicht nur ihm so geht.
Chapter End Notes:
So das ist der Anfang der nächsten Geschichte mit viel Drama um Ollis ganze Familie.

 Viel Spaß beim Lesen, ich hoffe sie gefällt euch!
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