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Author's Chapter Notes:
Glückliche Tage
1.Glückliche Tage
Seit dem glücklichen Ende ihrer Entführung sind ein paar Tage vergangen.
Christian und Olli sitzen abends aneinander gelehnt auf ihrem Sofa.
Christian betrachtet lächelnd die schlafende Lilly auf seinem Schoß.
Er dreht sich zu Olli und beginnt leise zu reden.
"Die letzten Tage waren unglaublich, findest du nicht, Olli?"
Der nickt.
"Es war gut, dass Hagen darauf bestanden hat, dass wir beide krankgeschrieben worden sind und auch Tristan davon überzeugen konnte."
"Ich wäre sowieso nicht gleich wieder arbeiten gegangen, du glaubst doch wohl nicht, dass ich dich so schnell wieder allein lassen würde, Christian?"
"Hast du noch Schmerzen, deine Wunden sehen eigentlich schon ganz gut aus."
Sanft streicht Olli ihm über die verfärbte Stelle an der Stirn.
"Alles gut, Morgen habe ich noch einmal einen Termin im Krankenhaus zur Nachsorge."
"Ach übrigens Frank hat mich gebeten, ob wir Morgen auch nochmal zu ihm ins Polizeipräsidium kommen können. Es gibt wohl noch ein paar Fragen, und wir müssen noch unsere Aussagen unterschreiben."
"Olli glaubst du, dass Ansgar diesmal dran ist?"
"Naja, ich weiß nicht, es dürfte schwer werden ihm seine
-ich bin ja auch nur ein Opfer das benutzt wurde- Nummer zu widerlegen", meinte Olli.
"Aber wenigstens ist er im Moment wohl ziemlich zahm. Hagen hat mir erzählt, dass er Gestern zähneknirschend das Budget fürs Gestüt aufgestockt und allen Investitionen zugestimmt hat. Das Gesicht hätte ich gerne gesehen."
Olli lacht.
"Das No Limits bekommt plötzlich auch Geld für die geplanten Events, mehr Personal und sogar eine Gehaltserhöhung für mich hat Tristan durchgesetzt."
"Das ist ja aber auch das Mindeste. Ansgar wäre es doch völlig egal gewesen was mit uns passiert. Hauptsache sein Vermögen hätte sich vergrößert."
"Also 9:30 Uhr Krankenhaus, dann Frank, das wird gerade richtig um Lilly aus dem Kindergarten abzuholen.
Es ist schon super, dass Fr. Meissner vom Jugendamt, so schnell den Platz für sie, hier gleich um die Ecke besorgt hat. Lilly fühlt sich dort echt wohl."
"Fr.Meissner war einfach froh, dass wir Lilly so spontan genommen haben, es scheint wohl ein großes Problem zu sein, so viele kleine, zum Teil traumatisierte Kinder, kurzfristig gut unterzubringen."
Sie schauen liebevoll auf Lilly, bis Olli merkt, dass Christian ihn ansieht.
"Du Olli", beginnt Christian, "ich glaube meine Wunden, speziell die hier", er zeigt auf seine Lippen, "tun immer noch so schrecklich weh."
Olli lächelt, Christians Augenaufschlag bringt ihn jedes mal zum schmelzen.
Er küsst ihn sanft auf den Mund.
Christian murmelt "schon besser" und vertieft den Kuss immer mehr.
Bis sich Olli plötzlich löst und sagt: "Eigentlich ist Dana schon eine tolle Frau."
Christian sieht ihn völlig perplex an. Wie kommt er jetzt auf Dana.
"Ja, wie sie mit Max umgeht, sie richtet ihm bei Hagen auf dem Schloss ein Zimmer ein. Wenn Jessie und Max zurückkommen kann er jederzeit nicht nur hier sondern auch auf dem Schloss sein.
Aber am tollsten finde ich sie, weil sie sofort zu Hagen gezogen ist um uns ihr Zimmer für Lilly zu überlassen " meint Olli.
"Und ich glaube, nachdem es jetzt eingerichtet ist, wird sie dort heute Nacht wunderbar schlafen."
Er steht auf, nimmt Lilly auf den Arm und streckt die andere Hand Christian entgegen.
"Ich möchte nämlich heute Nacht mein Schlafzimmer und vor allem mein Bett mal wieder ganz allein mit meinem Mann und nur mit ihm teilen."
Er sieht ihn leicht schief lächelnd an.
"Oder was möchtest du?"
"Dasselbe."
"Und außerdem habe ich noch ganz viele andere Stellen am Körper die immer noch fürchterlich wehtun", sagt er mit einem erneuten Augenaufschlag, der Olli keine Chance lässt.
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