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Träume ich? Ich blinzle unsicher. Nein, das kann nicht stimmen. Ich muss einfach träumen. Gleich werde ich wach werden und Merci wird mich wieder auslachen, weil ich im Schlaf wieder mal seinen Namen gerufen habe. Ich zwinkere erneut. Aber das Bild vor mir bleibt. Unsicher lächelt er mich an. Unsere Augen treffen sich. Sofort sehe ich, dass nicht nur sein Lächeln voller Unsicherheit ist. Langsam kommt er auf mich zu. Er bewegt sich genauso wie früher. Er hat sich kaum verändert. Atemlos schaue ich zu, wie er einen Schritt nach dem anderen macht. Nein, nein. Das muss ein Traum sein. Kurz vor mir kommt er zum stehen. So nah, dass mir sein wunderbarer Geruch in die Nase steigt. Ich kann seinen Atem auf meiner Haut spüren. Kann  seine Wärme fühlen. Ich schließe die Augen, sicher, dass er wieder verschwunden ist, wenn ich sie öffne. Ich atme tief ein. Ich fürchte mich, meine Augen wieder zu öffnen. Es wird mir nur zeigen, dass ich mich wieder geirrt habe. Dass ich wieder nur geträumt habe. Ich habe Angst sie zu öffnen. Ich will nicht sehen, nicht spüren, dass er immer noch fort ist. Dass ich ihn verloren hab. Plötzlich kann ich eine zarte Berührung auf meiner Wange fühlen. Sanft streicht seine Hand über mein Gesicht. Wie lange hab ich so schon nicht mehr gefühlt? Mein Körper beginnt zu kribbeln, beginnt zu leben. Aber immer noch bleiben meine Augen verzweifelt geschlossen. Es kann einfach nicht sein. Ich träume wieder. Wie ich es schon tausendmal getan habe. Wenn ich jetzt meine Augen öffne, dann ist er wieder fort. „John Paul.“ Noch nie hat jemand meinen Namen so ausgesprochen. Leise, kaum hörbar und doch voller Liebe und Zuneigung. Ich schüttle fast unmerklich den Kopf. Nein, Es kann nicht stimmen. Er kann nicht hier sein. Einfach wieder hier in meinem Leben. Nein. Ich kneife die Augen noch etwas fester zusammen. Zärtlich legt auch noch seine zweite Hand auf meine Wange. Sanft hält er meinen Kopf fest und dreht ihn zu sich hin. „John Paul. Bitte.“ Er klingt fast flehend. Er? Wer? Hier ist niemand. Ich bin allein. „Nein. Du bist nicht hier. Ich bin allein und du bist in Dublin. Ich träume nur wieder.“ Bevor ich noch weiß, was ich tue, sind auch schon die Worte aus meinem Mund gefallen. Fast ein wenig ärgerlich beiße ich mir auf die Lippe. Jetzt rede ich schon wieder mit mir selbst. Ich bin allein. Gott verdammt. Er ist nicht hier. „John Paul. Ich bin hier. Wenn du wirklich träumen würdest, könnte ich dann das hier tun?“ Ich fühle, wie seine Wärme sich verstärkt. Ich fühle, wie sich seine Lippen langsam auf meine legen. Sein Kuss ist zart, fast nicht spürbar und doch lässt er mir den Atem stocken. „Ich bin hier.“ Er streicht mir zärtlich über die Wange. „Ich bin zurück.“ Langsam, zögerlich öffne ich erst ein Auge. Er ist nicht hier. Er ist… hier? Ungläubig hebe ich die Hand und lege sie auf seine Brust. Zu meiner Verwunderung kann ich den Widerstand fühlen. Ich öffne das zweite Auge und finde endlich die seinen. Es verschlägt mir den Atem. Er lächelt. Die Schmetterlinge in meinem Bauch treffen mich total unvorbereitet. Doch ganz bin ich noch nicht sicher. Ich fahre mit meiner Hand über seine Schulter zu seinem Arm. „Oi. Geht’s noch?“ Craig schaut mich entsetzt an und reibt sich den schmerzenden Arm. „Warum kneifst du mich?“ Das erste Mal lächle nun auch ich. „Ich musste wohl irgendwie sicher sein.“ Craig rollt ungehalten mit den Augen. „Und wenn ich jetzt nicht richtig reagiert hätte, hättest du mir gegen das Schienbein getreten?“ Sein kleiner Ausbruch bringt mich zum Lachen. Doch nur kurz. Schnell werde ich wieder ernst. Mein Herz schlägt schneller. Ich warte, bis sich unsere Augen wieder treffen. Mein Blick lässt auch Craig wieder ruhig werden. „Du bist wieder da.“ Meine Stimme ist kaum hörbar. „Du bist wieder da.“ Langsam lasse ich mich nach vorne fallen und spüre, wie er mich in seinen Armen empfängt. Zärtlich schlinge ich meine Arme um ihn. Endlich. Er ist wieder da.

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